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Assoz.-Prof. Mag. Dr. Ulla Kriebernegg

Ulla Kriebernegg ist assoziierte Professorin am Institut für Amerikanistik der Karl-Franzens-Universität Graz. Sie studierte Anglistik/Amerikanistik und Germanistik in Graz und Dublin. Im Jahr 2010 schloss sie ihr Doktoratsstudium mit Auszeichnung ab. In ihrer Habilitationsschrift im Fach Amerikanistik (2015) untersuchte sie die Darstellung von Alters- und Pflegeheimen in der nordamerikanischen Gegenwartsliteratur und ging der Frage nach, welche Rolle der erzählte Raum der Institution „Altersheim“ für die narrative Konstruktion des Alters in den USA und in Kanada spielt. Diese Fragestellung war auch zentral für den von ihr gemeinsam mit Sally Chivers konzipierten Sammelband Care Home Stories: Aging, Disability, and Long-Term Residential Care (transcript 2017), in welchem die Herausgeberinnen sich gemeinsam mit renommierten ExpertInnen aus Kanada, den USA und Europa dem Thema der institutionellen Pflege aus verschiedenen Disziplinen annäherten.

Ulla Kriebernegg ist Mitherausgeberin der Reihe „Aging Studies“ (transcript Verlag Bielefeld) sowie Beiratsmitglied der Journals Age Culture, Humanities und des Journal of Aging Studies. Besonders wichtig ist ihr die disziplinenübergreifende Arbeit im Bereich der alternswissenschaftlichen Forschung: so ist sie als Literatur- und Kulturwissenschafterin aktives Mitglied im transdisziplinären Forschungs- und Kompetenznetzwerk Lebensende, im Leitungsgremium des North American Network in Aging Studies und im Humanities and Arts Committee der Gerontological Society of America (GSA). Im Herbst 2017 erhielt sie das Inaugural Stephen Katz Distinguished Visiting Fellowship in Interdisciplinary Aging Studies der Trent University, Kanada. Sie ist Gründungsmitglied und seit 2015 Vorsitzende des European Network in Aging Studies (ENAS).

In Forschung und Lehre beschäftigt sich Ulla Kriebernegg neben kulturellen Repräsentationen des Alter(n)s auch mit jüdischen Migrationen in die Amerikas seit dem 19. Jahrhundert sowie mit interamerikanischer Literatur- und Kulturwissenschaft. 2016 wurde sie ins Executive Board der International Association for Interamerican Studies gewählt und ist weiters Sprecherin des universitären Forschungsschwerpunktes „Kultur- und Deutungsgeschichte Europas“. Als Koordinatorin der Aging Graz Research Group und offizielle Ansprechperson der Universität Graz im Bereich der Alternsforschung ist sie aktiv am Aufbau des universitären Stärkefeldes „Aging and Demographic Change“ beteiligt. Für ihr Engagement in der Lehre erhielt sie bereits mehrere Preise, darunter den Lehrpreis „Lehre Ausgezeichnet“ der Universität Graz (2016).

Weitere Informationen: https://online.uni-graz.at/kfu_online/webnav.ini