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Anna-Christina Kainradl, MA

Nach dem Maturaabschluss lebte ich während eines Sozial-Auslandsaufenthaltes in Südwestfrankreich für sechs Monate in einem Projekt mit Menschen mit Behinderungen und lernte für mich ganz neue Lebenswirklichkeiten in ihrer Vielfalt kennen und in weiterer Folge (im Rahmen eines kurzen Sonder- und Heilpädagogik-Studiums) reflektieren.

„Konstruktionen von Identität in den frankokanadischen Literaturwissenschaften“ thematisierte meine erste Diplomarbeit am Institut für Philosophie zum Abschluss der Studien Philosophie/Psychologie/Pädagogik und Französisch (Lehramt). Mit der Arbeit „Actual entities und process: zur einzelwissenschaftlichen Rezeption von A.N. Whiteheads Begriff des Werdens“ am Institut für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät schloss ich das Studium der Selbstständigen Religionspädagogik ab. Die Lehrtätigkeit in sehr unterschiedlichen Schulen (AHS Seebachergasse, NMS Groß-St.Florian, NMS Webling, Waldorfschule Graz-St.Peter) verhalf mir zu Einblick und Arbeit mit sehr unterschiedlichen Menschen sowie Lebenswirklichkeiten.

In Lehraufträgen für das Fach Medizinethik an der Medizinischen Universität Graz vertiefte ich seit 2009 parallel dazu neue Diskurse und Inhalte. Heterogenität und Komplexität der Menschen sowie der Systeme (Universität, Krankenhaus, Gesundheitswesen) wahrzunehmen war mir auch hier wichtig – nicht zuletzt für das gemeinsame Erarbeiten und Übersetzen der Inhalte der Medizinethik mit den Medizinstudierenden.

Im Projekt „Die Bedeutung von Nicht-Wissen für ältere Menschen in der Wissensgesellschaft“ 2014-2017, gefördert im Rahmen der Reihe „Polaritäten der Wissensgesellschaft“, bearbeitete ich die Themenbereiche der ethischen Aspekte des (Nicht-)Wissens bei Gesundheitsentscheidungen sowie in der Arzt-Patienten-Beziehung.

Aktuell bringe ich diese und weitere Erkenntnisse zu den Themen Gesundheitskompetenz, Gesundheit/Krankheit sowie Gesundheitsförderung in das Projekt „Gemeinsam Gesundheit gestalten“ (2017-2019), eine Kooperation zwischen der Universität Graz und Akzente Voitsberg, ein.

In einer Dissertation untersuche ich medizinethische Folgerungen von Altersbildern hochaltriger MigrantInnen in Österreich.

Im Rahmen des Projektes „Who Cares?“ möchte ich medizinethische Perspektiven sowie jene der älteren Menschen und des Gesundheitspersonals, die ich in anderen Projekte kennenlernen durfte sowie – nicht zuletzt – der Medizinstudierenden einbringen.

Publikationen:

Brünner, Anita / Enge, Ingrid / Kainradl, Anna-Christina / Stöckl, Claudia: Alter, Altern, alte Menschen - diskursive Einbettung, In: Stöckl, Claudia (Hg.): Ältere Menschen in der Wissensgesellschaft. Die Bedeutung von Nicht-Wissen, Graz: Leykam, Grazer Universitätsverlag 2017. 31-39.

Kainradl, Anna-Christina: "Da habe ich gemerkt, weißt was, ich bin gar nicht so blöd.“ – Medizinethische Aspekte von Nicht-Wissen, In: Stöckl, Claudia (Hg.): Ältere Menschen in der Wissensgesellschaft. Die Bedeutung von Nicht-Wissen, Graz: Leykam, Grazer Universitätsverlag 2017. 93-104.

 

Kainradl, Anna-Christina: Der alternde Mensch in der Wissensgesellschaft. In: Ernst, Stephan (Hg.): Alter und Altern: Herausforderungen für die theologische Ethik (Studien zur theologischen Ethik 147). Freiburg-Wien: Herder 2017. 315-324.

 

Präsentationen:

Old age and autonomy in Advice Literature. Bei Aging Graz 2017: Cultural Narratives, Processes and Strategies in Representations of Age and Aging, Graz, am 28.04.2017.

Gesundheitskompetente Kommunikation im Alter. Wissen für selbstverantwortliche Entscheidungen fördern. Bei Sprechen Sie Gesundheit? – Kommunikation als Motor für Gesundheitskompetenz der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz, Wien, am 13.10.2016.

 

Nicht-Wissen in Gesundheitsfragen. Bei Projektpräsentation „Die Bedeutung von Nicht-Wissen für ältere Menschen in der Wissensgesellschaft“, Graz, am 17.06.2017.